Zucker und Kohlenhydrate
Nebst Fetten und Proteinen gehören Kohlenhydrate zu den Hauptnährstoffen unseres Körpers. Sie bestehen aus unterschiedlich langen Ketten von Zuckermolekülen und liefern Energie – vor allem für Gehirn und Muskulatur.
In der Umgangssprache meinen wir mit «Zucker» die kurzkettigen Kohlenhydrate: Einfachzucker (Glukose, Fruktose, Galaktose) und Zweifachzucker (Haushaltszucker, Laktose). Sie schmecken süss und stehen dem Körper praktisch sofort als Energie zur Verfügung, da sie schnell ins Blut gelangen. Ein Teil des Zuckers wird sofort von Gehirn, Organen und Muskeln genutzt. Findet gerade keine Bewegung statt, speichert der Körper überschüssigen Zucker als Glykogen in Leber und Muskeln. Sind die Speicher voll, wird überschüssiger Zucker in Fett umgewandelt und eingelagert – ein uraltes Überlebensprogramm, das in der modernen Welt zu einigen Wohlstandsbäuchlein führt.
Langkettige Kohlenhydrate (Vielfachzucker, z.B. Stärke in Brot, Pasta, Kartoffeln) werden langsamer verdaut und sorgen für einen stabileren Blutzuckerspiegel. Ballaststoffe sind unverdauliche Kohlenhydrate; sie sättigen, unterstützen die Verdauung und fördern eine gesunde Darmflora.
Die Empfehlung zur maximalen Zuckeraufnahme liegt bei rund 50 Gramm pro Tag, bezogen auf einen durchschnittlichen Energiebedarf von 2000 kcal. Das entspricht etwa sechs Teelöffeln Zucker. Gemeint ist dabei nicht der Zucker in frischem Obst, Gemüse und Milch, sondern der zugesetzte Zucker. Dazu zählt jeder Zucker, der einem Lebensmittel während der Herstellung oder Verarbeitung künstlich hinzugefügt wird.
Ich wünsche Ihnen eine achtsame und wohltuende Fastenzeit.

