Krafttraining gegen Arthrose
Rund 1,2 Millionen Menschen in der Schweiz leben mit Arthrose oder Arthritis. Das entspricht etwa 13.5% der Bevölkerung ab 15 Jahren (Stand 2022). Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit deutlich. Bei den über 75-Jährigen sind bereits 35% betroffen.
Arthrose bedeutet genau genommen nicht, dass man etwas «hat», sondern dass man etwas verloren hat – nämlich Gelenkknorpel. Durch Verschleiss wird dieser elastische Puffer zwischen den Gelenken abgebaut, was je nach Lebensstil und Sportart gut nachvollziehbar ist. Übergewicht, Fehlstellungen, Traumata, Bewegungsmangel, körperlich belastende Arbeit oder bestimmte Sportarten können Arthrose begünstigen. Am meisten betroffen sind Knie- und Hüftgelenk. Typische Symptome sind Anlaufschmerzen, Schmerzen bei körperlicher Aktivität oder Steifigkeit nach Ruhephasen. Später können Schwellungen, Bewegungseinschränkungen oder gar Gelenkdeformierungen hinzukommen.
Die gute Nachricht: Arthrose bedeutet nicht Stillstand. Bewegung ist der Schlüssel, um Schmerzen zu lindern und Lebensqualität zurückzugewinnen. Nur bei Be- und Entlastung wird Gelenksflüssigkeit in den Knorpel gepumpt, die ihn ernährt und geschmeidig hält.
Krafttraining stärkt die Muskulatur, entlastet die Gelenke und verlangsamt den Verschleiss. Starke Oberschenkelmuskeln können dafür sorgen, nicht auf ein künstliches Kniegelenk angewiesen zu sein, bzw. den Zeitpunkt dafür hinauszuzögern. Schwache Muskelgruppen erhöhen das Risiko für eine Knieprothese.
Fehlende Bewegung macht auf die Dauer kranke Gelenke nur noch steifer und schmerzhafter, denn unsere Gelenke sind dazu da, um bewegt zu werden.

