Freude als biologischer Motor
Vor einigen Monaten hatte ich ein besonders sympathisches Telefonat. Am Apparat war eine Interessentin, die kurz zuvor ein Probetraining bei uns absolviert hatte. Sie wollte sich melden, um zu erzählen, dass sie für sich eine ideale Trainingsform gefunden hat. Obwohl ihr unsere Räumlichkeiten und unser Konzept sehr gefallen haben, hat sie sich ein eigenes Fitness-Trampolin angeschafft.
Voller Freude und auch ein bisschen stolz erklärte sie mir, fast schon entschuldigend, dass ihr das Springen auf dem Trampolin grossen Spass macht und ihr spürbar guttut. Man könne darauf diverse Übungen machen und sie bot mir sogar an, dass ich es auch mal ausprobieren dürfe. Wir hatten ein sehr angenehmes Gespräch, in dem ich ihr gratulierte und mich mit ihr freute, dass sie eine Bewegungsform gefunden hatte, die zu ihr passt.
Was Freude macht, wiederholen wir. Was uns stresst, vermeiden wir. Eigentlich logisch. Bei mir ist es das Schwimmen. Es macht mir einfach keinen Spass. Als Vorbereitung für die Uni-Abschlussprüfung ging ich eine Zeit lang mit grossem Widerwillen ins Hallenbad, um zu trainieren. Bei der Schwimm-Prüfung ging ich dann zwar nicht unter, aber fiel trotzdem sang- und klanglos durch. Seither meide ich das Hallenbad wieder.
Wenn Sie etwas für Ihre Gesundheit tun möchten, suchen Sie sich etwas aus, das Ihnen wirklich Freude bereitet. Wenn es sich wie eine Pflicht anfühlt, wird es langfristig schwierig. Wenn Sie hingegen eine emotionale Belohnung in Form eines guten Gefühls erleben, entsteht Motivation fast von selbst.
Freude ist kein «nice to have», sondern die Grundvoraussetzung für nachhaltige Gesundheit.

