Frauen und Krafttraining

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Zugegeben, das gendern bereitet mir etwas Mühe. Nicht mal wegen der Sache an sich, sondern beim Finden einer korrekten Formulierung, die einigermassen lesbar ist. Das Schreiben eines Trainingsplans fällt mir da schon etwas leichter, denn es gelten sowohl für Frauen als auch für Männer die gleichen Prinzipien, auch wenn oft andere Zielsetzungen vorhanden sind. 

Es gibt immer mal wieder Frauen, die ihr Training im Fitnesscenter vorsichtig angehen. Als Beispiel nehmen sie (zu) wenig Gewicht beim Armtraining, aus Angst, zu dicke Oberarme zu bekommen. Oder sie vernachlässigen das Beintraining, denn die Waden sollen ja noch in die Stiefel passen. Das sind nur zwei Anekdoten, von denen ich noch ganz viel mehr aufzählen könnte.

Die Angst, dass sich Frauen durch Krafttraining unschöne Muskelpakete aneignen, ist in aller Regel total unbegründet. Selbst mit sehr intensivem Krafttraining ist es für eine Frau nicht möglich, zu einem „Muskelprotz“ zu werden. Das ist hormonell bedingt und ohne die Einnahme von anabolen Steroiden sehr unwahrscheinlich.

Hinzu kommt, dass Frauen aus genetischen Gründen eine niedrige Gesamtmuskelmasse haben. Relativ gesehen können sie zwar ähnlich viele Muskeln aufbauen wie Männer, aber im Erscheinungsbild ergeben sich dann doch grosse Unterschiede aufgrund der ungleichen Ausgangssituation.

Auf einen Trainingsreiz reagiert der Muskel und wird dicker. Das ist der eigentliche Sinn des Krafttrainings. Aber keine Angst, als Frau müssen Sie sich trotzdem keine neue Garderobe zulegen, wenn Sie mit Krafttraining starten. Höchstens vielleicht den Gürtel zukünftig etwas enger schnallen.

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