Die Isolation bestimmt die Form

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Stellen Sie sich vor, Sie bauen ein Haus. Es soll schlank und elegant wirken. Sie mauern sorgfältig, stabil und gerade – und packen danach eine dicke Isolation darum, damit es schön warm bleibt. Das fertige Haus gefällt Ihnen nicht.  Also beginnen Sie, die Mauern noch stabiler und perfekter zu bauen. Am Ende kommt wieder die gleiche, dicke Isolation darüber. Unzufrieden mit dem Endprodukt stehen Sie kopfschüttelnd im Garten, als ein Nachbar vorbeiläuft und sagt: «Deine Mauern sind stark. Aber solange die Isolation so dick bleibt, sieht niemand, wie gut du gebaut hast.»

Keine Sorge, Sie lesen hier keinen Heimwerker-Ratgeber. In dieser Metapher steht das Mauerwerk für die Bauchmuskulatur und die Isolation für das Fettgewebe. Ein allgegenwärtiges Thema bei Fitness-Trainierenden. Natürlich sollten Sie Bauchübungen in Ihr Training integrieren – aber allein davon wird der Bauch nicht kleiner.

Der gerade Bauchmuskel verläuft vom Brustkorb bis zum Schambein und wird durch Zwischensehnen in insgesamt acht Segmente unterteilt. Das ergibt die Form des berühmten Waschbrettbauchs. Jeder Mensch besitzt diese Struktur – ob man sie sieht, hängt davon ab, wie viel Fettgewebe darüber liegt.

Es gibt keine wissenschaftlich definierten Schwellenwerte, ab welchem Körperfettanteil die Bauchmuskeln sichtbar werden. Beobachtungen aus Sportmedizin und Praxis zeigen jedoch, dass dies bei Frauen häufig im Bereich von 15–19 %, bei Männern im Bereich von 10–14 % Körperfett der Fall ist.

Starke Mauern sind perfekt. Aber achten Sie darauf, wie dick die Isolation darüber ist. Zu viel verdeckt die Form – zu wenig nimmt die Wärme.

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