Alle Jahre wieder…

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Vor kurzem sah ich in einem regionalen TV-Sender einen Beitrag zum jährlich wiederkehrenden Thema „Neujahrsvorsätze“. Ein gut gelaunter, sympathischer Personal-Trainer präsentierte 4 Übungen, um den Festtags-Speck loszuwerden und den Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck und Diabetes ein Schnippchen zu schlagen.

Etwas irritiert beobachtete ich, wie er als Erstes Sprünge aus der Kniebeuge präsentierte. Es folgten weitere zum Teil hochintensive und schnell ausgeführte Übungen, die das Herzkreislauf-System innert Kürze an die Grenze bringen können. Die Präsentation war makellos und der Trainer wirkte kompetent. Gut möglich, dass die Übungen im Auftrag des TV-Senders möglichst spektakulär sein sollten. Aber für das breite Publikum sind solche Tipps schlicht nicht zielführend. Der gut gemeinte Ratschlag, dass man diese Übungen direkt am Morgen nach dem Aufstehen machen soll, machte das Ganze nicht besser.

Optimales Training folgt einer Methodik und sollte dringend das Prinzip der Differenzierung beinhalten. Bei 100 Personen mit Neujahrsvorsätzen gibt es 100 verschiedene Ausgangslagen; vom trainierten Freizeitsportler bis zum übergewichtigen Rentner mit Hüftprothese und Herzproblemen. Es gibt weder ein Schema, in das alle passen, noch ein standardisiertes Trainingsprogramm, das sich für alle eignet.

Ein Ziel ist die gedankliche Vorwegnahme eines zukünftig gewünschten Zustands. Um diesen zu erreichen, hilft es, den aktuellen Zustand zu kennen. Auf Grundlage dessen lässt sich ein Training vernünftig planen. Am besten im persönlichen Kontakt mit einer Fachperson und nicht am TV oder im Internet.  

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